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Von Alina Leimbach

Der Nikolaus besucht den Markt am Uhrtürmchen.
Der Nikolaus besucht den Markt am Uhrtürmchen.  Foto: Alex Kraus

Odenwälder Adventslikör, Glühwein für unter 2 Euro, Wiedersehen mit alten Freunden. Auch abseits des großen Weihnachtsmarkts hat Frankfurt viel zu bieten. Am Freitag konnten sich Besucher auf dem 24. Nikolausmarkt in Bornheim davon überzeugen.

Im Gegensatz zu seinem großen Bruder, dem Weihnachtsmarkt auf dem Römer, ist der Bornheimer Nikolausmarkt um einiges kleiner. Doch die Vielfalt an Speisen, Getränken und Handwerkszeug übertrifft fast das Angebot des traditionellen Haupt-Weihnachtsmarktes.

Hier gibt es verschiedenste Plätzchensorten und Hackfleischsuppe, die im ganzen, ausgehöhltem Brot serviert wird. Oder handgemachte Trüffel, die sorgsam aufgereiht und gleichmäßig mit Kakao oder Kokosraspel bestäubt erst einmal ungläubig machen. „Die sind wirklich selbstgemacht?“ Ja, das sind sie, ebenso wie die Schals oder der Eierlikör.

Der Erlös der Verkäufe kommt den vielen Vereinen zugute, die ehrenamtlich die Stände betreiben. Die schenken nicht nur Glühwein für 1,50 Euro aus – was schön ist für den Geldbeutel –, sondern haben auch ein freundliches Lächeln und nette Worte für die Gäste übrig. Die Bernemer Käwwern geben Unentschlossenen sogar eine kleine Kostprobe ihres heißen Adventslikörs.

„Der Weihnachtsmarkt ist ursprünglicher“, sagt Felicitas Nolting, die den Markt heute wie in jedem Jahr besucht. „Kein kommerzieller, sondern von den Vereinen. Handwerkssachen, guter Glühwein, dafür komme ich Jahr für Jahr aus Oberrad.“ Und Nolting ist nicht die Einzige, die von weiter weg kommt. Auch Monika Junge und ihre Tochter Christina Holzhäusser kommen jedes Jahr, obwohl sie mittlerweile im Taunus leben. „Unsere Heimat ist hier in Bornheim. Man trifft auf dem Nikolausmarkt Klassenkameraden und Freunde“, sagt Junge. „Der Besuch hier ist einfach Tradition.“

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 06.12.2014